Aktuelles

22.05.2021

Nachhaltige, fundierte und partizipative Flächennutzungsplanung in schnell wachsenden Städten

Rückblick auf die virtuelle Dialogveranstaltung für Subsahara-Afrika am 11., 12. und 14. Mai 2021

Foto: ChandraDhas | iStock

Am 11., 12. und 14. Mai 2021 veranstaltete Connective Cities eine Dialogveranstaltung zu den Themen Integration von naturbasierten Lösungen in die Landnutzungsplanung, Landinformationssysteme und partizipative & inklusive Landnutzungsplanung. An der Veranstaltung nahmen 38 Teilnehmende aus Kommunen, Kommunalverbänden, nationalen Regierungen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen teil. Zu den vertretenen Ländern gehören Burkina Faso, Kamerun, Äthiopien, Deutschland, Ghana, Kenia, Niederlande, Ruanda, Senegal, Südafrika, Uganda und Sambia.
Die Statistiken, die von Oumar Sylla (UN-Habitat) präsentiert wurden, belegten, dass die Bevölkerung in den Städten stark zunimmt und dieser unumkehrbare Urbanisierungstrend uns nun vor die Herausforderung stellt, die Auswirkungen zu kanalisieren, insbesondere im Bereich der Landverwaltung. Herr Hilmar von Lojewski (DST) betonte daraufhin, dass die Flächeninanspruchnahme für Bauzwecke auf das notwendigste Maß reduziert werden müsse.

Dies erfordere ein Verständnis darüber, wie sich schnell wachsenden Städte auf das Wohlbefinden ihrer Bewohner auswirken und eine Kenntnis über die verschiedenen Möglichkeiten, wie Städte naturbasierte Lösungen in ihre Planung und Umsetzung von Stadtplänen integrieren können, beispielsweise begrünte Dächer und Wände, durchlässige Gehwege und Grünflächen. Der Vortrag von Heidi Tuhkanen (SEI) und Emmanuel Letebele (eThekwini) zeigte, wie Städte den Klimawandel in die räumliche Entwicklung integrieren können.

Obwohl die Städte in diesem Bereich vor Herausforderungen stehen, gibt es Bemühungen, die Situation zu verbessern, wie in den Good Practices deutlich wurde, die sowohl von Städten in Sub-Sahara Afrika als auch von deutschen Städten zu den Hauptthemen ausgetauscht wurden. Zu den Punkten, die in den Diskussionen hervorgehoben wurden, gehörten die Integration von sozioökonomischen Aspekten, die Berücksichtigung der individuellen Existenzgrundlagen in städtischen Räumen, die Notwendigkeit von Rahmenwerken zum Schutz städtischer Grünflächen, die Nutzung von Daten zur Information der Politik auf nationaler Ebene und die Priorisierung öffentlicher Investitionen auf der Grundlage von Studien. Auch die Modalitäten rund um die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Gestaltung und Nutzung öffentlicher Räume wurde diskutiert.

Vier Städte hatten die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten über Herausforderungen zu beraten, die sie in den Bereichen Öffentlichkeitsbeteiligung, Planungsinstrumente, Kaskadierung von Stadtplänen und Entwicklung von sozioökonomischen Initiativen in städtischen Räumen erleben. Sieben Städte erhielten außerdem Feedback zu ihren Projektideenentwürfen.

Sind diese Städte resilient? Treffen sie informierte Entscheidungen zum Landmanagement? Sind sie inklusiv in ihren Prozessen? Finden Sie es in der Dokumentation heraus, die demnächst auf dieser Website erscheint.

Impressionen


Autor:
Sophia Kamau | Connective Cities
Kategorien:
 Connective Cities , Good Urban Governance , Management von Stadt und Verwaltung , Integrierte Stadtentwicklung , Partizipation und Stadtplanung , Stadt und Klimawandel , Stadterneuerung
Regionen:
 Afrika Äthiopien Burkina Faso Ghana Kamerun Kenia Ruanda Senegal Simbawe Südafrika Uganda Deutschland Niederlande


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