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25.05.2021

Tourismus in Nepal und die COVID-19 Pandemie

Die Strategien der Stadt Patan die Zeit bis zum Neustart des internationalen Tourismus zu überbrücken

Der Eingang des Durbar Square von Patan | Foto: Daniel Gauthier, istock

Die im Himalaya gelegene Bergnation Nepal, mit ca. 30 Millionen Einwohnern, gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Das Land hat nur eine geringe Wirtschaftskraft und ist auf Devisen aus dem Ausland gewiesen, die vor allem auch über den Tourismus erwirtschaftet werden. Sowohl die einzigartige Berglandschaft im Himalaya, die historischen Städte im Kathmandutal, als auch der in Nepal gelegene Geburtsort Buddhas in Lumbini, zogen jedes Jahr Millionen von Touristen an. Für das durch die nepalesische Regierung zum Tourismusjahr erklärte Jahr 2020 rechnete Nepal mit über zwei Millionen Touristen – bis die Corona Pandemie ausbrach.

Innerhalb nur weniger Wochen brach die zuvor florierende Tourismusindustrie zusammen und über 230.000 Jobs im Tourismussektor waren gefährdet. In einem Land, in dem nur zehn Prozent der Beschäftigten eine Sozialversicherung haben, hat das gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerung.

Auch die im Kathmandu Tal gelegene Stadt Patan (Lalitpur Metropolitan City), deren zentraler Durbar Platz Unesco Weltkulturerbe ist, musste sich Strategien für die stark getroffene Tourismusbranche überlegen. Während derzeit die Landesgrenzen noch geschlossen sind und kein internationaler Tourismus in Nepal stattfindet, hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um langfristig den Tourismus in Patan zu stärken und kurzfristig die Einkommensverluste zumindest teilweise auszugleichen.

So versucht Patan unter anderem den einheimischen Tourismus zu fördern. Insbesondere das historische Zentrum ist für Einheimische interessant, die bei Stadtführungen die auch ihnen oft unbekannte Geschichte der Stadt entdecken können.

Die Zeit, bis wieder internationale Touristen Nepal besuchen können, überbrückt die Stadt außerdem mit Vorbereitungsmaßnahmen. So werden z.B. alte, historische Gebäude saniert und die einheimische Küche und Home Stays vermarktet. Auch ein Nachtmarkt soll zukünftig im Zentrum Patans stattfinden. Durch eine breitere Produktpalette soll Patan in Zukunft noch attraktiver für einheimische und internationale Touristen werden.

Dabei arbeitet die Stadt bei der Strategieentwicklung für diese Übergangsphase eng mit den Hauptakteuren aus dem Tourismus zusammen.

Die in Patan ergriffenen Maßnahmen setzen allerdings voraus, dass die Landesgrenzen bald wieder geöffnet sind und internationaler Tourismus, vor allem aus Indien und China, wieder stattfinden kann.

Weitere Informationen:

Responding to COVID -19 Challenges- How Nepal’s Tourism Sector, in collaboration with the local cities, is finding its way out
Deepak Adhikary, Principal Consultant and CEO, Frontline Development Solutions, USA

Good Practice: Strategies and Actions to get Tourist back to Patan (Nepal)
Prafulla Pradhan, Advisor, Lalitpur Metropolitan City, Nepal

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentationen zu Nepal beginnt bei Min. 63): Tourism Sector addressing the Pandemic - Working with Local Municipalities (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Lalitpur Metropolitan City, Nepal info(at)lmc.gov.np


Autor:
Connective Cities
Kategorien:
 COVID-19 , Wirtschaft & Wohnen , Connective Cities , Lokale Wirtschaftsentwicklung
Regionen:
 Asien Nepal


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